Alexandra Ranak stellt auf ‘Unikatewelt’ aus

von Sabine Hütter, 15. März 2026

Ein Erlebnisbericht von der ‘Wohnen & Interieur’ von Chris Ernst

Wo Gestaltung auf Lebensgefühl trifft, entsteht ein Raum, in dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt wird. Genau in diesem Spannungsfeld zwischen Design, Alltag und künstlerischem Ausdruck präsentierte sich die steirische Künstlerin Alexandra Ranak einem breiten Publikum – dort, wo Wohnen zur Bühne für Individualität wird und Kunst ihren unmittelbaren Platz im Leben der Menschen findet.

Steirische Künstlerin Alexandra Ranak inmitten ihrer Bronzeskilpturen im hochwertigen Ambiente der ‘Unikatewelt’ auf der diesjährigen ‘Wohnen & Interieur’ in der Messe in Wien | Foto: Chris Ernst, Wien ©by society-photography.at

30.000 design-begeisterte Besucher auf der diesjährigen ‘Unikatewelt’.

In diesem Kontext stellte Alexandra Ranak auf der diesjährigen Wohnen & Interieur in Wien im Rahmen des Kunstprojektes „Unikatewelt“ aus. Die Unikatewelt wurde bereits 2005 als Teil der Publikumsmesse ins Leben gerufen und bietet ausgewählten Künstlern die Möglichkeit, ihre Exponate einem breitgefächerten Publikum zu präsentieren. Sie schafft damit einen Mehrwert auf mehreren Ebenen: für die Besucher der Wohnmesse, die Kunst in einem alltagsnahen Kontext entdecken können, für den Veranstalter durch die Erweiterung des Angebots, und nicht zuletzt für die teilnehmenden Künstler, die Sichtbarkeit und direkten Austausch gewinnen.

Skulpturen von Alexandra Ranak im Spannungsfeld von Salvador Dalí und Paul Mühlbauer

Die Skulpturen von Alexandra Ranak bewegen sich in einem faszinierenden Zwischenraum: Sie verbinden surreal anmutende Eleganz mit zugänglicher, fast spielerischer Heiterkeit. In dieser Positionierung lassen sich ihre Werke gedanklich zwischen den langgliedrigen, entrückten Figuren von Salvador Dalí und den humorvoll-ikonischen Skulpturen von Paul Mühlbauer verorten, dessen Arbeiten etwa im Umfeld von Josef Zotter einem breiten Publikum begegnen.

Die Skulpturen von Alexandra Ranak bewegen sich in einem faszinierenden Zwischenraum: Sie verbinden surreal anmutende Eleganz mit zugänglicher, fast spielerischer Heiterkeit. | Foto: Chris Ernst © by www.society-photography.at

Während Dalís Figuren oft wie Erscheinungen aus einem Traum wirken – überlängt, schwebend, entrückt von der Realität –, greifen Ranaks Skulpturen diese formale Streckung auf, entziehen sie jedoch dem Surrealen und führen sie zurück in eine Welt der Leichtigkeit. Ihre Figuren stehen nicht im Spannungsfeld von Unterbewusstsein und Irritation, sondern strahlen Harmonie aus. Die Verlängerung der Körper wird bei ihr nicht zum Symbol des Unheimlichen, sondern zum Ausdruck von Eleganz und spielerischer Überhöhung.

Hier beginnt die Annäherung an Paul Mühlbauer: Auch seine Figuren, etwa im Kunstbereich von Zotters Essbarem Tiergarten, erzählen kleine Geschichten, laden zum Schmunzeln ein und interagieren mit ihrer Umgebung. Doch während Mühlbauer stärker im Narrativen und im humorvollen Dialog mit dem Raum verankert ist, entwickelt Ranak eine eigene poetische Reduktion. Ihre Figuren wirken wie verdichtete Momente – kleine, in sich geschlossene Erzählungen, die weniger laut auftreten, dafür umso nachhaltiger wirken.

Charakteristisch für Alexandra Ranak ist die Verbindung aus Schlichtheit und Wiedererkennbarkeit. Schlanke, in die Länge gezogene Körper, oft mit bewusst naiv gehaltenen, freundlichen Gesichtszügen, bilden das formale Grundgerüst ihres Œuvres. Diese Reduktion schafft Klarheit: Der Blick des Betrachters wird nicht durch Überladung gelenkt, sondern durch eine subtile Einladung – innezuhalten, zu lächeln, sich emotional einzulassen.

Die ‘Unikatewelt’, seit 2005 fixer Bestandteil der ‘Wohnen & Interieur’, der größten Wohn-Messe Österreichs | Foto: Chris Ernst, society-photography.at

Im Gegensatz zur oft komplexen Symbolik Dalís verzichtet Ranak bewusst auf interpretatorische Schwere. Ihre Kunst stellt keine intellektuellen Hürden auf. Sie folgt einem fast radikalen Ansatz der Unmittelbarkeit: Kunst darf gefallen, darf erfreuen, darf einfach sein. Gerade darin liegt ihre Stärke – in einer Zeit, die von Reizüberflutung und Beschleunigung geprägt ist, schaffen ihre Werke einen Gegenpol.

Auch in ihrer Materialität zeigt sich diese Vielseitigkeit: Von frühen Arbeiten in Ton über Malerei bis hin zu Bronzegüssen seit 1998 spannt sich ein breites handwerkliches Spektrum. Ergänzt durch Kenntnisse aus der Holzverarbeitung entsteht ein Werk, das nicht nur künstlerisch, sondern auch handwerklich tief verwurzelt ist. Diese Verbindung verleiht ihren Skulpturen eine spürbare Authentizität.

Die strenge Limitierung ihrer Arbeiten unterstreicht zusätzlich ihren Anspruch auf Einzigartigkeit. Jede Skulptur ist nicht nur ein ästhetisches Objekt, sondern auch ein Sammlerstück – ein kleines Universum aus Form, Haltung und Gefühl.

So lässt sich Alexandra Ranaks Position klar umreißen:
Sie steht zwischen der surrealen Überhöhung eines Dalí und der lebensnahen, humorvollen Erzählfreude eines Mühlbauer – und entwickelt genau in diesem Zwischenraum eine unverwechselbare, eigenständige künstlerische Sprache. Ihre Figuren sind weder Traum noch Realität allein, sondern vielmehr eine Einladung: einen Moment innezuhalten, sich der Leichtigkeit hinzugeben und im Einfachen das Besondere zu erkennen.

Bronzeskulpturen von Alexandra Ranak - eine Einladung: einen Moment innezuhalten, sich der Leichtigkeit hinzugeben und im Einfachen das Besondere zu erkennen. | Foto: Chris Ernst ©by www.society-photography.at

So lässt sich Alexandra Ranaks Position klar umreißen:
Sie steht zwischen der surrealen Überhöhung eines Dalí und der lebensnahen, humorvollen Erzählfreude eines Mühlbauer – und entwickelt genau in diesem Zwischenraum eine unverwechselbare, eigenständige künstlerische Sprache. Ihre Figuren sind weder Traum noch Realität allein, sondern vielmehr eine Einladung: einen Moment innezuhalten, sich der Leichtigkeit hinzugeben und im Einfachen das Besondere zu erkennen.

Fotostrecke

Eine kleine Auswahl der interessantesten Eindrücke während des Besuchs auf der ‘Wohnen & Interieur’, 2026, im Messecenter Wien | Fotografie: Chris Ernst – Society Photography Austria

Sabine Hütter

SABINE Hütter | Society Photography Austria | Hochzeitsfotografin in Wien, Graz & Salzburg mit Gespür, Erfahrung und dem Talent für authentisches Storytelling.

Mit österreichischen Wurzeln und über 20 Jahren internationaler Erfahrung steht Sabine Hütter für eine Fotografie, die weit über die bloße Abbildung des Offensichtlichen hinausgeht. Von Hochzeiten in Paris über Werbeproduktionen auf den Kanaren bis hin zu Messe-Reportagen in Barcelona hat sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahezu jedes Umfeld gemeistert – immer mit einem klaren Anspruch:

„Mein ANSPRUCH ist es, keine FOTOS ABZULIEFERN, sondern ZEITZEUGNISSE zu schaffen.“

Diese Haltung prägt ihre Arbeiten bis heute. Egal, ob am Red Carpet der Salzburger Festspiele, beim Red Bull Air Race in Budapest oder am Altar einer kleinen, verträumten Hochzeit in der Südost-Steiermark – Sabine definiert sich nicht über Anwesenheit in Stunden oder Anzahl der Fotos, sondern die Wirkung der Fotos und Videos, die wirklich ansprechen und berühren.

SOCIETY PHOTOGRAPHY AUSTRIA | WIEN, GRAZ & SALZBURG

Heute bietet Sabine gemeinsam mit ihrem Team maßgeschneiderte fotografische Lösungen an, insbesondere im Bereich der Hochzeitsfotografie für Wien, Graz und Salzburg. Ihr Stil verbindet ästhetische Präzision mit emotionaler Tiefe – das AUSSERGEWÖHNLICHE ist hierbei der STANDARD.

https://www.society-photography.at
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